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Märchen, Mythen, Sagen

 

Märchen

Mythos

Sage

Legende

Wahrheitsanspruch

Nicht für wahr gehalten

Bildhafte (symbol­geladene) Weltausle­gung, die jedoch eine allgemeine Wahrheit beinhalten oder als allgemeine Wahrheit angenommen werden kann

Für wahr gehalten - oder im Ursprung auf einem wahren Kern beruhend - angenom­men

Historisch nicht oder schlecht be­legt, behauptet einen wahren Kern

Traditionsform

Mündlich und schriftlich

Mündlich (Altgr. Mythos = Wort, Rede)

Mündlich (althd. Sage – sagen)

Schriftlich (lat. Legenda = zu lesen)

Personen

Zauberische (Hexen, Feen, Zwerge u.a.), fantastische (bspw. Rum­pelstilzchen)  oder anthropo­morphe Gestal­ten (sprechende Tiere, Bäume, u.a.)

Göttergestalten, un­sterbliche Helden und Heldinnen (oft Kin­der von Göttern und Menschen) - als anthropomorphe Per­sonen

Außergewöhnliche Personen mit außer­gewöhnlichen Eigen­schaften (bspw. Rü­bezahl, Siegfried)

Lebensbeschrei-bungen von Hei­ligen, wunder­same Ereignisse an Orten oder Herkunft und Überlieferung der Entstehung und Geschichte von Bräuchen oder (verehrten) Ge­genständen

Orte

Kein konkreter Bezug zu Orten („hinter den Bergen...“)

Mitunter regionaler Bezug, zumeist aber „fantastische“ Orte (bspw. Nirvana, Olymp, o.ä.)

Eng verbunden mit Orten

Bei ortsgebunde­nen Legenden (Brauchtum, Hei­ligenwirken, u.a.) enger Bezug

Zeit

Kein konkreter Bezug zur Zeit („Es war ein­mal...“)

Entstehung der Welt – Schöpfungsge­schichten, Ursprung – am Anfang des Seins, teils bis in die Ge­genwart reichend

Teils mit konkreten Zeiten oder histori­schen Ereignissen verknüpft, jedoch nicht immer eindeutig zuordnungsfähig (bspw. Arthus-Sage)

In aller Regel  Zeitangaben des Wirkens und Ge­schehens – oder historische Anga­ben, die eine zeit­liche Zuordnung grundsätzlich ermöglichen könnten.

Das „Fantastische“

Nebeneinander des Wirklichen und Fantasti­schen

Das Fantastische wird zur Begleiterschei­nung außergewöhnli­cher Personen oder der Götter  - und ist dieser Anders-Welt vorbehalten

Das „Fantastische“ bricht (oft) in die wirkliche Welt ein und sorgt in der Er­zählung für Span­nung, Schrecken und auch Faszination

Das Fantastische wird zur Bedin­gung für die Er­zählung und den Glauben

Verfasser

Unbekannt

Mitunter bekannt

Zumeist unbekannte Verfasser

Verfasser teils bekannt (als Au­toren der Nieder­schrift der zugrunde liegen­den Sage und bei autobiografischen Überlieferungen), manchmal auch unter Pseudonym oder anonym publiziert

Zielsetzung

Unterhaltung, moralische Ein­ordnung in Gut und Böse, ver­schoben auf „fiktive Gestal­ten“

Erklärung der Entste­hung und des Wesens der Welt  und der Umwelt, wie auch des Menschen

Unterhaltung, Schaf­fung von Tradition und Verbundenheit

Unterhaltung und religiöse Vorbild­funktion

Sonder-/Mischform

Fabel

Mythologien (ent­halten Mythen, wei­sen aber darüber hin­aus und schaffen ein Gesamtsystem)

Saga (In Island al­tertümliche Form der Geschichtsschrei-bung)

 



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